Was bleibt ist Erinnerung- Totengedenken der MGVs 1854 und Concordia für Ihre verstorbenen Mitglieder

Text: Schifferstadter Tagblatt, 15.11.2019

Seit sechs Jahren veranstalten die beiden Männergesangvereine 1854 und Concordia für ihre verstorbenen aktiven und fördernden Mitglieder und ihre Familienangehörigen im November ein gemeinsames Totengedenken. Am vergangenen Sonntagnachmittag wurde nun wieder in der Aussegnungshalle am Waldfriedhof in besonderer Weise der von November 201 bis September 2019 Verstorbenen gedacht. “Es gibt im Leben für alles eine Zeit, eine Zeit der Freude, der Stille, der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerung“, zitierte Lothar Welte, Sprecher des Männerchors MGV Concordia zu Beginn seiner Ansprache. Die Spuren, die ein Mensch im Leben hinterlasse, blieben bestehen, auch wenn man Abschied nehmen musste. So sei es auch bei den verstorbenen Mitgliedern des Vereins gewesen. Denn sie hätten viele Jahre dem Verein die Treue gehalten und somit die Chorarbeit unterstützt. Mit den in dieser Feierstunde vorgetragenen Trauergesängen war es den Sängern ein Anliegen, dafür ein Dankeschön zu sagen an Walter Schackert, Karl-Heinz Reimer, Josef Langknecht, Ludwig Sold, Edwin Walter, Reinhard Magin, Herbert Weiler, Karl Butsch-Engelmann und Maria Strubel.

„Wenn ein vertrauter Mensch stirbt, eine Stimme, die vertraut war, schweigt, entsteht eine gewisse Leere in uns“, sagte Hermann Magin, 1. Vorsitzender des MGV 1854, in seiner Ansprache. Was bliebe, sei die Erinnerung an einen Menschen, die einem niemand nehmen könne.  „Wenn wir uns in unserer Trauer an Bilder und Ereignisse aus der Vergangenheit und die vielen gemeinsamen Stunden und Erlebnisse erinnern, dürfen wir auch um diese gemeinsamen Stunden weinen, doch sollten wir uns auch daran erfreuen, dass wir diese gemeinsamen Stunden miteinander hatten“, fügte er hinzu. Die Verstorbenen hätten all die Jahre durch ihr Wirken, den Besuch der Veranstaltungen und mit ihrer Vereinsmitgliedschaft die kulturelle Arbeit des MGV 1854 unterstützt. Dafür sei der Verein zu großem Dank verpflichtet. Ein besonderes Gedenken galt ihrem langjährigen Sangesbruder Karl Pfeiffer und ihrem langjährigen Dirigenten Erhard Mayer sowie den fördernden Mitgliedern Kurt Müller, Ludwig Schlosser, Leo Gerstner und Rudi Weiß.

Die MGVs 1854, Concordia und Klein-Schifferstadt taten es an diesem Nachmittag unter Leitung von Bernd Camin mit den Liedvorträgen „Wohin soll ich mich wenden“ und „Mein Heiland, Herr und Meister“ beides aus der Deutschen Messe von Franz Schubert, „Liebe ist unendlich“ von Manfred Bühler, „Wir sind nur Gast in dieser Welt“ von Karl-Heinz Jäger,  und dem schottischen Bardenchor „Stumm schläft der Sänger“ von Friedrich Silcher. Sarah Hickethier, Leiterin des Frauenchors und des modernen Chors „Cantiamo“ des MGV Concordia, bereicherte die Feierstunde mit einer innig gesungenen wunderschönen Wiedergabe „So nimm denn meine Hände“ von Friedrich Silcher“. Danai Amann Leiterin des modernen Chors „Da-Capo-1854“, berührte auf dem Saxophon „Für einen Moment der Stille“ von Johann Sebastian Bach mit sanften und melodischen Klängen, gefühlvoll unterlegt auf dem Klavier von Bernd Camin.

Music was my first Love: Cantiamo hält Wort

Textbasis: Schifferstadter Tagblatt (ise), 26.10.2019

Der moderne Chor Cantiamo des MGV Schifferstadt während des Konzertes "Music was my first Love" im Oktober 2019
„Music was my first love“ und das bleibt bei Cantiamo die erste Liebe

„Music was my first love“ war das erste eigene und sehr gut besuchte
Konzert des modernen Chors „Cantiamo“ des MGV Concordia am vergangenen Samstagabend in der Aula des Paul-von-Denis-Schulzentrums überschrieben. Dieser Titel passte genau zu dem, was die Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Diplom-Opernsängerin und Gesangspädagogin Sarah Hickethier zum Ausdruck brachten. Denn die spürbare Freude bei der Präsentation ihrer Liedbeiträge war von Anfang an wahrzunehmen und zeigte auf, dass sie Musik und Gesang lieben.

Auch hinsichtlich der Intonation und Dynamik wusste der moderne Chor zu überzeugen. Denn Sarah Hickethier hatte gute Vorarbeit geleistet, „Cantiamo“ gut vorbereitet und alle musikalischen Fäden sicher in der Hand. Es war ein erfrischendes und kurzweiliges Repertoire, das an diesem Abend geboten wurde, bestehend aus deutscher, englischer, afrikanischer und portugiesischer Popmusik, wobei sich deutsche und anderssprachige Lieder „die Waage hielten“. Die Moderation hatten im Wechsel die Sängerinnen Angelika Schatz, Doris Fuchs und Annedore Höll übernommen.

Eingestimmt wurde das Publikum mit dem afrikanischen Lied „Omweapo“ aus Namibia („Wir sind zusammen gekommen“), unter dessen Klängen der Chor die Bühne betrat, darunter auch Landrat Clemens Körner, der das Stück während eines Workshops des Kreis-Chorverbandes Südliche RheinPfalz mit einstudiert hatte und gleichzeitig als Schirmherr fungierte.

Den ersten Teil des Konzertes widmete „Cantiamo“ den kalifornischen Träumen, den „California Dreamin‘“, einem weltbekannter Folk-Pop-Song der legendären Gruppe „The Mamas & The Papas“ aus dem Jahre 1965 und den deutschen Hits „So soll es bleiben“ der Gruppe „Ich und Ich“ mit Annette Humpe und Adel Tawil, sowie „Irgendwas bleibt“ von der Gruppe „Silbermond“ (Arrangement: Joe Völker) gefolgt von „Auf uns“ von Andreas Bourani, das im Vorfeld zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 zum „WM-Song“ auserkoren wurde und „Ich mag Musik nur, wenn sie laut ist“ von Herbert Grönemeyer (Arrangement: Joe Völker) Diese Titel bildeten aber auch
rhythmische und akzentuierte Herausforderungen, welche von „Cantiamo“ bestens gemeistert wurden.

Einen besonderen Gast holte Sarah Hickethier in diesem Programmblock ebenfalls auf die Bühne, denn ihre 10-jährige Gesangsschülerin Lara John sang auf eigenen Wunsch eines ihrer Lieblingslieder „Dust in the Wind“ der Rockband „Kansas“, eine Rockballade, die sie mit viel Gefühl zum Ausdruck brachte. Weiter mitgewirkt hat in diesem Konzert die Band „Lewczuk³“, die sich nicht nur als hervorragende Begleiter des modernen Chors erwiesen, sondern auch solistisch und instrumental zu hören waren. Dabei handelte es sich um die drei Geschwister Patricia (Sängerin und Saxophonistin), Adrian (Pianist und Sänger) und Raffael (Schlagzeuger), die seit Jahren unter anderem in der Rhein-Neckar-Region aktiv sind und sich mit einem breit aufgestellten Repertoire präsentieren, das von Jazz über Pop bis Gospel reicht, was auch in Schifferstadt der Fall war.

Für Überraschung sorgten dabei die Interpretationen der „Ode an die Freude“, die bekannte Europahymne, von Ludwig van Beethoven, und das deutsche Volkslied „Ein Jäger aus Kurpfalz“, die als Rapp und in Soul-Jazz erklangen. Patricia Lewczuk begeisterte dabei mit ihrer groovigen Stimme und auch ihr Bruder Adrian überzeugte als exzellenter Jazzsänger. Einen Glanzpunkt setzten sie auch mit dem Hit „The Lady Is a Tramp“ der sich zu einem Jazz-Standard entwickelt hat.

Nach einer 25-minütigen sektbeschwingten Pause, dessen Ausschank Sänger und Sängerinnen sowie andere Mitglieder des MGV Concordia übernommen hatten, eröffnete der moderne Chor „Cantiamo“ den zweiten Konzertteil portugiesisch mit „Mas que nada“ und brachte mit Sambaklängen temperamentvolles lateinamerikanisches Feeling auf die Bühne. Von ihrer gefühlvollen Seite zeigten sich die Sängerinnen und Sänger im melancholischen Pop-Song „Bad Day“ und „Only Time“ von der irischen Sängerin Enya. Die Geschwister Lewzcuk kredenzten auch in der zweiten Konzerthälfte ungewohnte Jazz-, Blues- und Sambaelemente mit lässiger Spielfreude, teils eigene Kompositionen, wobei auch Raffael Lewzcuk mit einem mitreißenden Schlagzeug-Solo begeisterte. Sarah Hickethier gesellte sich dann bei dem schwungvollen Song „Hör gut zu“ von der Gruppe „Pur“ solistisch dazu und ließ ihn gemeinsam mit Adrian und Patricia Lewczuk mehrstimmig erklingen.

Den Gospel-Song „O Happy Day“ war für die Band ebenso ein „Muss“, den sie mit eigenen Kreationen temporeich in Szene setzte. Abschließender Höhepunkt für „Cantiamo“ bildete das Konzert-Motto „Music was my first Love“, der Klassiker der Rockmusik, von John Miles. Die choreigene Solistin Ines Maier übernahm dabei die Einleitung des zunächst einfühlsamen Songs, der sich durch starke Kontraste und wechselnden Tempi auszeichnet und die niemals endende Liebe zur Musik ausdrückt.

Erst nach stehenden Ovationen und zwei erklatschten Zugaben, nämlich „Skandal im Sperrbezirk“ und die Wiederholung von „Mas que nada“, bei der Sarah Hickethier das Publikum zum Mitmachen einlud, durften die Mitwirkenden die Bühne verlassen.
Finanziell unterstützt wurde das Konzert von der Stiftung der ehemaligen Stadtsparkasse, der Glücksspirale, der Volksbank Kur- und Rheinpfalz und den Stadtwerken Schifferstadt.

Heißhunger auf Schlachtplatte
Schlachtfest des MGV Concordia e.V. in der Waldfesthalle

Text: Ferdinand Bund

Das gutbesuchte Schlachtfest des Gesangsvereins Concordia in der Waldfesthalle Schifferstadt
Das gutbesuchte Schlachtfest des Gesangsvereins Concordia in der Waldfesthalle Schifferstadt Bild: Edwin Walter

Das traditionelle Schlachtfest des MGV Concordia am vergangenen Samstag war gut besucht. Etwa 230 Personen saßen, dem schlechten Wetter zum Trotz, in der trockenen und beheizten Waldfesthalle und hatten viel Appetit mitgebracht. Auch Bürgermeisterin Ilona Volk, die Beigeordnete Marion Schleicher-Frank, Bürgermeisterkandidat Patrick Poss und der Vorsitzende der FWG Dieter Weißenmayer waren zu Besuch.

Um die 30 engagierte Helferinnen und Helfer des MGV Concordia sorgen dafür, dass jeder Gast seine individuell zusammengestellte Schlachtplatte genießen konnte. Mit dem leckeren Wellfleisch in allen Variationen, Leber-, Grieben- und Bratwurst, Sauerkraut und Brot blieben keine Wünsche offen und kein Gast hungrig. Zum Abschluss wurden noch frische Mettbrote angeboten, die ebenfalls großen Zuspruch fanden. Mit einem „Verdauerle“ wurde das ganze abgerundet und wer noch Platz hatte, füllte diesen als krönenden Abschluss mit einem Stück leckeren Kuchen. Die Gäste waren vom Angebot, der Qualität und der Organisation begeistert und spendeten viel Lob.

Auch galt es, das Gewicht eines Saumagens zu schätzen. Gleich zwei Personen hatten auf das richtige Gewicht getippt, so dass der Saumagen aufgeteilt wurde.
Die weiteren größeren Veranstaltungen des MGV Concordia sind das Waldfest am 15./16. Juni und das erste eigenständige Konzert von Cantiamo am 19. Oktober 2019 in der Aula des Paul-von-Denis-Schulzentrums.

Hexen, Zauber und Magie
MGV CONCORDIA Faschingsparty mit magischem Flair

Text: Schifferstadter Tagblatt, 26. 2.2019

Auch in diesem Jahr waren die Mitglieder und Freunde des MGV Concordia e.V. bei der traditionellen Faschingsveranstaltung im Pfarrzentrum St. Jakobus in bester Feierlaune. Der MGV Concordia ist für seine gelungenen Faschingsveranstaltungen inzwischen bekannt und mit einem magischen, mitreißenden Programm wurde das närrische Volk auch in diesem Jahr wieder verzaubert.

Das Motto lautete „Hexen, Zauber und Magie”. Sehr passend und liebevoll war das Bühnenbild von Martina Fiolka-Zimmermann gestaltet worden. Auf eine bühnenbreite Leinwand hatte sie unter anderem ein Zauberschloss gemalt. Hexenhaus, Hexenkessel, Bäume und Wahrsager-Ecke auf der Bühne machten die Bühnendekoration perfekt.

Nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Martina Fiolka-Zimmermann übernahm Traudel Schäfer erstmals die Moderation – und dies in ganz hervorragender und humorvoller Weise. Traditionsgemäß war die KG Schlotte wieder mit im Boot, Prinzessin Elisa I. und Jugendprinzessin Lea I. gaben sich mit ihrem Gefolge ebenfalls die Ehre. Auch Bürgermeisterin Ilona Volk zeigte sich begeistert über das tolle Ambiente und die Faschingsveranstaltung, die sich großen Zuspruchs erfreute: So war das Männerballett im Matrosenkostüm mit ihrer Aufführung eine wahre Augenweide. Dauerbrenner in der Bütt, Helmut Schießl, erheiterte den Saal mit seinem Vortrag „Frauen“. Auch der von Annedore Höll einstudierte „Tanz der Skelettos“ (Kati Ladanji, Martina Huber, Doris Fuchs, Beate Keller, Annedore Höll und Helmut Schießl), mit herrlichen Kostümen und musikalisch unterlegt mit „Thriller” (von Michael Jackson), versetzte das Publikum in Ekstase. Mit ihrem Sketch „Die Erbschaft“ sorgten Monika Schneider, Traudel Schäfer und Thomas Rauschenberg für allgemeine Lachanfälle. Die Büttenrede mit dem Thema „Eine gewonnene Reise und ihre Tücken”, vorgetragen von Traudel Schäfer, strapazierte neuerlich die Lachmuskeln des Publikums. Auf eine ganz eigene Art gestaltete sich die Darbietung des Märchens „Hänsel und Gretel“, das in eine andere Welt entführte. Mitgewirkt haben Petra Strehl, Ilona Rauschenberg, Martina Fiolka-Zimmermann, Martina Huber, Josi Steiger, Nicole Hornung, Meggi Friedrich und Dorothe Neukirch. Die vier besten Zaubertricks der letzten zwei Jahrzehnten zeigten Martina Fiolka- Zimmermann und Traudel Schäfer bei einer Zaubershow, wobei es ihnen vortrefflich gelang, auf heitere Weise gleich wieder die „Entzauberung“ vorzunehmen. Mit seiner Büttenrede zum Thema „Traummann Robert “ wusste der Unterhaltungsprofi Robert Köhler die Narrenschar zu überzeugen – er schaffte es spielend, die Stimmung hoch zu halten. Mit dem Sketch „Der Kinobesuch“ lösten die Mitwirkenden Annedore und Bernd Höll, Beate Keller, Jürgen Schmurr, Monika Schneider und Traudel Schäfer wahre Begeisterungsstürme bei den Gästen aus. Mit ihrem Hexentanz erfreute die „Concordia-Jugend“ (Petra Strehl, Ilona Rauschenberg, Martina Fiolka-Zimmermann, Martina Huber, Josi Steiger, Nicole Hornung, Meggi Friedrich und Dorothe Neukirch) die Narrenschar. Es war ein tolles Bild, als die Damen in ihren Hexenkostümen mit leuchtenden Besen durch den Saal auf die Bühne schwebten und das Publikum aufforderten, mit Ihnen einen Hexenpunsch zu trinken. Mit der traditionellen Playback-Show (Ilona Rauschenberg, Nicole Hornung, Dorothe Neukirch, Martina Fiolka-Zimmermann, Josi Steiger, Monika Schneider, Jürgen Schmurr) und mit allen Akteuren auf der Bühne endete der offizielle Teil – natürlich mit dem Dank an diese, und vor allem auch an alle sichtbaren und unsichtbaren Helfer im Hintergrund.
Robert Köhler und DJ Matthias Müller heizten mit ihren Schunkel- und Stimmungsliedern zwischen den Vorträgen dem Publikum kräftig ein und zeigte sich wieder als Garant für hervorragende Stimmung.

Das ganze Programm war durchweg herausragend und ein einziger Höhepunkt auf gleichbleibend, hohem Niveau. Im Anschluss wurde von der Gästeschar noch begeistert das Tanzbein geschwungen. Robert Köhler gelang es auch hier immer wieder, die Tanzfläche problemlos zu füllen.

Weit nach Mitternacht erst war diese gelungene Veranstaltung zu Ende und mit den Worten „wir freuen uns auf’s nächste Jahr” verabschiedeten sich Akteure und Gäste voneinander.